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Homöopathika gegen Kälberdurchfall

Es gibt eine Reihe von  homöopathischen Mitteln, die sich gut zur Therapie von Durchfall bei Kälbern einsetzen lassen. Wichtig ist jedoch, zu beachten, dass diese auf keinen Fall eine Zufuhr von Flüssigkeit, Elektrolyten und/ oder Puffersubstanzen ersetzen können. Sie können aber gut unterstützend zur Infusionstherapie eingesetzt werden oder bei leichten Fällen frühzeitig angewandt werden, und so den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen.

(Die Angaben beziehen sich im wesentlichen auf HF- Kälber, bei Kälbern anderer Rassen können sich einzelne Mittel etwas anders auswirken)

Pulsatilla:

  • weicher, heller Kot, der aber  noch nicht flüssig ist
  • wechselnde Kotkonsistenz
  • Folge von Tränkefehlern

Podophyllum:

  • flüssiger Kot, der im Strahl abgesetzt wird
  • Kot eher dunkel, enthält keine unverdaute Milch
  • Kälber sind noch munter, Allgemeinbefinden nicht oder nur geringgradig reduziert

Rheum:

  • Kot riecht extrem sauer
  • Durchfall verursacht Wundheit inder Afterumgebung
  • oft riecht das ganze Kalb sauer

Phosphorus:

  • Blutbeimengungen
  • Tiere wirken oft nervös
  • Allgemeinbefinden oft lange gut, dann plötzlicher Zusammenbruch

Arsenicum album:

  • gestörtes Allgemeinbefinden, eingefallene Augen
  • flüssiger Kot
  • Tiere fühlen sich kalt an ( Untertemperatur kann auftreten muss aber nicht, evtl. kalte Körperoberfläche bei Fieber)
  • Bläuliches Flotzmaul, bläuliche Maulschleimhäute
  • Achtung: Gabe nicht häufiger wiederholen

Carbo vegetabilis:

  • stark gestörtes Allgemeinbefinden oft festliegend
  • Kot läuft mehr oder weniger passiv aus dem After
  • Kot riecht nach Kadaver
  • kalte Körperoberfläche
  •  Tympanie

Veratrum album:

  • „Kreislaufzusammenbruch“ (starke Untertemperatur, Festliegen, Apathie)
  • weiße Maulschleimhäute
  • wässriger Durchfall

Mercurius sublimatus corrosivus:

  • vor allem bei Kokzidienbefall
  • ständiger Pressreiz im Enddarm
  • rote, geschwollene Schleimhaut am After zu sehen
  •  blutiger Kot mit Schleimhautfetzen, oft stinkend (nach Verwesung)

 

Über Potenzen, Dosierungen und Anwendungshäufigkeit sprechen Sie bitte mit Ihrem Hoftierarzt.

Autorin: Tierärztin Esther von Lom